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Ein echter Knaller für den Ethik-Unterricht:
Das Inzestdrama von Amstetten
Die Bestie mitten unter uns
Ein Familienvater, der seine Tochter zwangsweise viele Jahre lang im heimischen Keller zur Ehefrau macht – das galt in Österreich und Deutschland als eine bestialische und völlig unverständliche Tat. Dabei hatten der Herr Fritzl und sein Kellergefängnis erstaunlich viel Ähnlichkeit mit dem „normalen“ Familienleben, sowohl mit dessen Werten wie mit dessen (versteckten) Entgleisungen.
Filmkritik:
„Die Welle“ (2008) – Ein Film von Dennis Gansel
Ein „besonders wertvolles“ Machwerk über die Verführbarkeit einer orientierungslosen Jugend
Der Film „Die Welle“ inszeniert ein sozialpsychologisches Experiment eines Lehrers mit einer Schulklasse, um der Welt die leichte Verführbarkeit moderner aufgeklärter junger Menschen zu be-weisen. Angeblich sind alle für faschistische Ideen und Führer zu haben, wenn man nur die harm-losen menschlichen Bedürfnisse geschickt ausnutzt. Für diesen Beweis wird einiges verdreht und gefälscht, nur damit am Ende herauskommt, dass die anfällige Jugend unbedingt mit den richtigen Werten gefüttert werden muss, damit sie ihr ganz normales Bedürfnis nach Disziplin, Führung, Gemeinschaft usw. in den guten Bahnen auslebt.
Was ist und warum gibt es Religion?
Vielleicht können manche mit religiöser Demut nichts anfangen, weil sie nicht an den Gott im Himmel, sondern lieber an Popstars und / oder sich selber glauben. Andererseits: Dass der Mensch (s)einen Sinn suchen soll und dass der Vernunft prinzipielle Grenzen gesetzt sind, glaubt fast ein jeder. Schon das verrät, dass es mit einer Erklärung und Kritik der Religion nicht weit her sein kann, auch bei denen nicht, die sie irgendwie uncool finden…
Der Dalai Lama
Ein moderner Sinnstiftungs-Guru mit politischer Botschaft
Die Bewunderung des Dalai Lama hat sehr verschiedene Gründe auf seiten der normalen Leute und seitens der Politik. Der Artikel geht den Sinnsprüchen und Lebenshilfeangeboten dieser Figur auf den Grund und bringt auch die politischen Ambitionen seiner Gastgeber in den westlichen Ländern zur Sprache.
Kritik der Meinungstoleranz
Dem mündigen Menschen ist die eigene Meinung heilig – und dass sie die eigene ist. Also will er sich die eigene Meinung auf keinen Fall nehmen lassen, auch wenn sie noch so bescheuert ist. Den Respekt – meint er – kann er verlangen, wenn er die Ansichten anderer doch auch toleriert. Diese inhaltliche Gleichgültigkeit verträgt sich wiederum ganz gut damit, dass dieses werte Meinen da, wo sein Leben regiert wird, praktisch gar nichts zählt.
Internet-Adresse dieses Textes: http://www.arguschul.net/Ethik.html
| © 2011, Redaktion „Argumente zur Schule“, Stand: 2011-02-28 | zum Anfang der Seite |