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Immanuel Kant und die „Königsberger Klopse“

Kant gilt als ein „Mann, dessen Denken die Philosophie revolutioniert hat, weil er zum ersten Mal darlegte, was Selbstdenken eigentlich heißt“  [1]. Nach allgemeinem Urteil stellt sein Denken „einen der Höhe- und Wendepunkte der abendländischen Philosophie“ dar  [2]. Das ist also schon einmal sicher: Gegenüber Kant besteht allgemeiner Respekt – bloß: Wofür eigentlich? Ein anderes als das „Selbstdenken“ ist – wie Google-Recherchen zeigen – bis heute nicht erfunden worden. Von daher verspricht die Beschäftigung mit der Frage, was es "eigentlich heißt'", wenn sich jemand tatsächlich selbst ans Denken macht, wenig Aufregendes. Aus der Philosophie hört man aber, dass die Entdeckungen auf diesem Feld eine Art Revolution gewesen seien und dem Meister aus Königsberg den Ruf eines großen Denkers eingetragen haben.

Dieser gute Ruf war nicht zu erschüttern, nicht einmal durch Kants freimütiges Bekenntnis: "Ich musste also das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen." (Vorrede zur 2. Auflage der "Kritik der reinen Vernunft"). Für Philosophen zählt das Projekt, Irrationalismus und Wissenschaft miteinander zu versöhnen, offenbar zu den Großtaten der Menschheit. Auch Kants andere "Hauptfrage": "Was und wieviel kann Verstand und Vernunft, frei von aller Erfahrung, erkennen?" (Vorrede) , die mit den Mitteln des Verstandes dem Verstand seine Begrenztheit nachweisen will, kommt Philosophen keineswegs unlogisch und metaphysisch vor.

Wer Kants Schriften ohne den üblichen falschen Respekt vor angeblichen Geistesgrößen studieren will, dem empfehlen wir die Internet-Seiten:
„Königsberger Klopse“: Kritik der Kant`schen Philosophie

Darin unter anderem:


[1] D. Zimmermann: Das philosophische Lesebuch. Von den Vorsokratikern bis heute. 2007, S. 478

[2] Zimmermann, S. 473


Internet-Adresse dieses Textes: http://www.arguschul.net/Ethik/Kant_Intro.html

©  2015, Redaktion „Argumente zur Schule“, Stand: 2015-01-26zum Anfang der Seite