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Mohammed Junus, Bangladesch: Friedensnobelpreis für einen Bankier
Geschäft ist Hilfe, Kredit ist Menschenrecht
Seit dem Friedensnobelpreis 2006 gilt der Bankier M. Junus als Vorbild für zeitgemäße Entwicklungshilfe. Dabei wird nämlich nicht mehr durch Geschenke eine Notlage überbrückt, sondern „Mikrokredit“ an kleine Bauern und Unternehmer gegeben, in Gegenden, die für das internationale Kapital uninteressant sind. Damit wird dort der ohnehin kaum aushaltbare Zwang zum Geldverdienen noch verstärkt durch den Zwang zum Zinszahlen. Aber solange es ein paar gibt, die die nötige Selbstausbeutung hinkriegen, freut sich die westliche Welt über das gelungene Entwicklungsmodell.
Das Stichwort: Integration
Von den kritischen Ausländerfreunden bis zu den herrschenden Parteien besteht Einigkeit darüber, dass die hier lebenden Ausländer besser in die Gesellschaft integriert werden werden müssen. Debattiert wird höchstens noch darüber, wie das am besten gelingt. Die entscheidenden Fragen stehen damit nicht zur Debatte: Warum ist Integration eigentlich ein so entscheidendes Muss, worin besteht das angebliche Defizit an Zugehörigkeit?
Warum darf man Neger nicht Neger nennen?
Warum soll man zum Neger nicht Neger sagen dürfen, wenn er doch einer ist? Es ist einigermaßen zynisch, zu meinen, dass es dem dunkelhäutigen Teil der Erdbevölkerung, der im Elend leben und oft ums blanke Überleben kämpfen muss, zuallererst an Achtung und Respekt fehlt, an der Würde, auf die doch ein jeder als Mensch ein Recht hätte. Dass diese Leute auf jeden Fall eine respektvolle Namensgebung verdient hätten, eine höfliche Anerkennung unsererseits, welche sich um den Grund der imperialistischen Zurichtung und Ruinierung ihrer Weltgegenden eher weniger zu scheren braucht. Und es soll bloß keiner glauben, moralische Kosenamen für Neger oder hiesige Hartz-IV-Proleten wären „ein erster wichtiger Schritt“ zu … na was denn?
Thomas Hobbes
Staat rettet Menschheit vor Menschheit
Zur Rechtfertigung staatlicher Gewalt hat man sich schon vieles ausgedacht. So gut wie nie sind die Denker dabei von den real existierenden Staaten und den tatsächlichen Zwecken ihrer Regenten ausgegangen. Stattdessen haben sie diese Zwecke in gute Gründe aus der Sicht der Regierten verdreht. Für geistige Verrenkungen dieser Art lassen sich sogar Beschimpfungen der menschlichen „Natur“ zitieren, welche so übel sei, dass ihre Vergewaltigung glatt als Glücksfall erscheint, und die so schizophren sein muss, dass sie der eigenen bestialischen Art das auch noch selbst verordnet.
Der Soldat
Der Soldat ist zur Ausübung von Gewalt beauftragt und wird genau dafür ausgebildet. Das ist eine Sorte Gewalt, die auf keinen Fall von ihm ausgehen darf, sie hat rein staatliche Gründe und Ziele. Daraus resultieren eine Reihe von merkwürdigen Widersprüchen in diesem Berufsbild.
Abweichende Argumente zur Klimapolitik
Kritische Klimaschützer lernen nichts aus ihren Enttäuschungen über die staatliche Klimapolitik. Hier ein Angebot der Klarstellung, dass es erstens auf Weltklima-Konferenzen nicht um die Rettung von Klima und Erde, sondern zweitens um die globale Konkurrenz nationaler Energiepolitik geht. Und dass sich deren politische Sachwalter drittens „Klima retten!“ auf die Fahne schreiben, heißt für Mensch und Natur nichts Gutes, sondern ist das Etikett einer imperialen Offensive, die Umweltfreunde zumindest mal nicht mit ihren Idealen verwechseln sollten.
Demokratie für Kinder
SZ-Journalisten haben 2010 in einer Sonderausgabe ihrer Tageszeitung den Sozialkundelehrern vorgemacht, wie moderne Staatsbürgerkunde aussehen sollte. In ihren Erklärungen der demokratischen Herrschaftsmethode schrecken sie nicht vor alten und neuen Dummheiten zurück, um Propaganda für die Demokratie zu machen. .
Internet-Adresse dieses Textes: http://www.arguschul.net/Politik_Gesellschaft.html
| © 2011, Redaktion „Argumente zur Schule“, Stand: 2011-02-28 | zum Anfang der Seite |