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Ein paar allgemeine Wahrheiten über den Kapitalismus und seine Krisen
Die Erfolgsmethoden und Strategien der Unternehmer in der Konkurrenz um Marktanteile und Rendite führen in regelmäßigen Abständen zu Krisen. Krise und Rezession sind eine notwendige Folge davon, wie das kapitalistische Wachstum unter Benutzung des Kostenfaktors Arbeit und mit dem Einsatz von Kredit funktioniert.
Mohammed Junus, Bangladesch: Friedensnobelpreis für einen Bankier
Geschäft ist Hilfe, Kredit ist Menschenrecht
Seit dem Friedensnobelpreis 2006 gilt der Bankier M. Junus als Vorbild für zeitgemäße Entwicklungshilfe. Dabei wird nämlich nicht mehr durch Geschenke eine Notlage überbrückt, sondern „Mikrokredit“ an kleine Bauern und Unternehmer gegeben, in Gegenden, die für das internationale Kapital uninteressant sind. Damit wird dort der ohnehin kaum aushaltbare Zwang zum Geldverdienen noch verstärkt durch den Zwang zum Zinszahlen. Aber solange es ein paar gibt, die die nötige Selbstausbeutung hinkriegen, freut sich die westliche Welt über das gelungene Entwicklungsmodell.
Armut in Entwicklungslaendern
Warum sind die Menschen in den Entwicklungslaendern arm?
Auch in der Dritten Welt verhungert keiner, weil es keine Lebensmittel gibt, sondern weil die Menschen davon ausgeschlossen sind. Nicht nur von den Guetern selbst, sondern auch von den Mitteln, diese herzustellen. Das Prinzip des Ausschlusses heisst Privateigentum. Es zwingt die Menschen dazu, sich zum Mittel seiner Vermehrung zu machen, wenn sie leben wollen. Ob ihnen das gelingt, liegt nicht an ihnen, sondern an den Kalkulationen der Kapital-Eigentuemer. Deshalb verdienen die einen Lohn, mit dem sie recht und schlecht auskommen, und verhungern die anderen.
Internet-Adresse dieses Textes: http://www.arguschul.net/Wirtschaft.html
| © 2010, Redaktion „Argumente zur Schule“, Stand: 2010-11-15 | zum Anfang der Seite |